Eine Prüfung wird zum Event

Maskenbildner der Louis-Lepoix-Schule zeigen ihre Kreativität

An sich sind Prüfungen ein trockenes Thema, ganz anders bei den Maskenbildnern: da gibt es Peter Pan, den Wikinger-Häuptling Halvar oder andere Schräge-Figuren zu sehen. Die Abschlussprüfung lockt ehemalige Schüler, Angehörige, Theaterleute und Zuschauer in Scharen an: Während die angehenden Maskenbildner ihr Können und ihre Kreativität entfalten und sicherlich manchmal ins Schwitzen kommen, wartet man draußen vor der Tür oder als Beobachter von der Empore der Akademiebühne gespannt auf die Ergebnisse ihrer Künste.

Nach verschiedenen Themengebieten werden am ersten Tag von den Prüflingen historische Frisuren mit Make-Up, Charakter-Masken oder Masken zu dem Themengebiet Phantasie an Modellen entworfen. Und das Ergebnis ist spektakulär: Eine bunte Vielfalt, gelungene Verwandlungen und jede Menge Phantasie zeigen sich dem Betrachter. Klar wimmelt es nur so von Fotoapparaten, wenn die Modelle sich nach der Begutachtung durch die Prüfer der Allgemeinheit zeigen.

Insgesamt 27 Auszubildende im dualen System von Theatern aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigem Raum – vor allem aus Süddeutschland und der Schweiz – beendeten vergangene Woche mit der Ab-schlussprüfung in Baden-Baden ihre Ausbildung. Die Louis-Lepoix-Schule gehört zu den vier berufsbegleitenden Ausbildungsstätten für Maskenbildner in Deutschland und ist ein Trendsetter für diesen Ausbildungsberuf.

Volker Gerhard