Wilde Reise durch die Nacht

Ein Abschlussprojekt der Bühnenmaler und Plastiker

Auf eine „wilde Reise durch die Nacht“ nach einem Roman von Walter Moers hat die diesjährige Abschlussklasse der Bühnenmaler und -plastiker an der Louis-Lepoix-Schule ihre Zuschauer mitgenommen.

Sturm, Gewitter, prasselnder Regen, ein Video von Schiffen im Sturm und gewaltige Klänge aus Prokowjews „Romeo und Julia“ empfingen die Zuschauer und rissen sie mit in eine turbulente Nacht, in der Gustave seine junge Seele retten musste, denn diese wollte  Gevatter Tod, der in Begleitung seiner Schwester Dementia auftrat, gerne in seine Sammlung aufnehmen.

Gustav war einziger Überlebender eines siamesischen Zwillingstornados. Dementia verhalf dem Jungen nun zu einer Bewährungsprobe, die ihn zu Drachen verschlingenden Jungfrauen, Riesen, deren Namen zu erraten waren, einem Ungeheuer, dem der Zahn der Zeit gezogen werden musste, führte. Im Galaktischen Gully  musste er schließlich sich selbst begegnen, bevor er am Schluss auf dem Mond wieder auf den Tod und seine Schwester traf und eben seine Seele rettete.

Ein Riesenschwein, das die Zeit verkörperte, Dementia als Stabpuppe, Schattenspiele, Angelpuppen, die die Gespenster darstellten, überdimensionale Röhrenpuppen, die die Riesen verkörperten und Handpuppen halfen ein Spektakel zu inszenieren, das das Publikum in seinen Bann zog.

In Eigenregie hat die Schülerin Julia Skrabs  aus dem Roman von Walter Moers ein Theaterstück erarbeitet und die Dramaturgie übernommen. Neben dem Entwurf des Bühnenbildes und der Kostüme war die Klasse auch für das Schauspiel selbst verantwortlich. Hier bestand die besondere Herausforderung darin, nicht nur eine Figur darzustellen, sondern gleichzeitig ein Puppenspiel zu bewerkstelligen, wie die Regisseurin Lisa-Maria Kotz betont.

Die Klasse hatte die volle organisatorische und finanzielle Verantwortung für die Durchführung des Abschlussprojektes und empfand diese Herausforderung als wertvolle Erfahrung für die weitere berufliche Entwicklung. Denn es ist schon eine besondere Herausforderung „so viele Menschen zu dirigieren“ wie eine Schülerin hervorhob.

Unterstützung erhielten die Bühnenmaler und -plastiker von Auszubildenden der Veranstaltungstechnik, die mit Lichteffekten und akustischen Untermalungen die Schaurigkeit der Monster und Gespenster unterstrichen.

Für diese gelungene Darbietung bedankten sich die Zuschauer mit anhaltendem Beifall.