Gengenbach: Regionaldirektorin der Bundesagentur für Arbeit, Jutta Driesch, verabschiedete 43 Schulabgängerinnen in das Berufsleben.

Ende September 2010 bestanden 43 Schülerinnen der Vorbeck-Schule die Prüfung zur Europasekretärin oder fremdsprachlichen Wirtschaftskorrespondentin und wurden im Barocksaal der Fachhochschule feierlich verabschiedet.

„Was hinter uns und vor uns liegt, ist beides nichts, verglichen mit dem, was in uns liegt.“

Jutta Driesch von der Bundesagentur für Arbeit, die extra aus Stuttgart angereist war, sprach in ihrer Rede über die Perspektiven der jungen Berufsanfängerinnen und machte ihnen Mut für die Stellensuche. Mit einem Zwinkern im Auge riet sie den Schülerinnen doch im Badischen Ländle zu bleiben, um ihre Arbeitskraft den hiesigen Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Dr. Alexander Hummler, stellv. Vorstand des Kolping-Bildungswerks Württemberg e.V., erheiterte die Schülerinnen, Lehrer und Gäste mit einer Anekdote, die er im Jahre 2002 selbst verursacht hatte. Damals hatte er die Aufgabe, ein Grußwort zu verlesen, wobei er den Namen von Gengenbachs Partnerstadt „Obernai“ falsch aussprach. Dafür erntete er ironische Bemerkungen von allen Seiten, selbst die Presse erwähnte diesen Fauxpas.

Christine Jonientz-Brauner, Schulleiterin der Vorbeck-Schule,  stellte ihre Rede ganz unter das Motto „Ihr Weg in das Berufsleben“ und übergab den Schülerinnen einen Rucksack für den neuen Wegabschnitt. Dieser Rucksack enthält neben einer guten Ausbildung  als Eintrittskarte in den Beruf, auch ein Päckchen Taschentücher, um eventuelle Abschiedstränen zu trocknen und um kleinere Verletzungen während der Wanderung durchs Berufsleben versorgen zu können. Einen Notizblock, um alles Neue sowie eigene Gedanken sofort festhalten zu können und um eine Prioritätenliste anzulegen. Eine Uhr als kleine Unterstützung in Sachen Pünktlichkeit und für ein gutes Zeitmanagement. Einen Traubenzucker-Lolly für den Fall, dass unterwegs einmal die Kraft ausgeht und einen Knautsch-Smilie als Glücksbringer und als Ermutigung in schwierigen Situationen.

Die Schülerinnen verabschiedeten sich von ihren Lehrern und Lehrerinnen mit der Verleihung des „Goldenen Charly“. Der Name wurde kreiert in Anlehnung an die Schulgründerin, die mit Vornamen Charlotte hieß. In einer Laudatio wurde begründet, warum der Gewinner/die Gewinnerin in der entsprechenden Kategorie ausgezeichnet wurde. Sieger/innen gab es beispielsweise in der Kategorie „Beste Farbkombination“, „Schwärzester Humor“, „Witzigste Versprecher“, „Ruhender Pol mit Engelsgeduld“, „Motivation in Person“, „Niedlichste Zerstreutheit“ usw.

Brigitte Saemann, Stenographie-Lehrerin und Assistentin der Schulleitung, wurde für 20 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt.

Einige Schülerinnen erhielten für ihre besonders guten Leistungen einen Preis:

Tanja Jockers, Durchschnitt 1,8; Abschluss Wirtschaftskorrespondentin für Englisch
Corina Kroll, Durchschnitt 1,6; Abschluss Europasekretärin für Englisch, Französisch und Spanisch
Marianna Lajko, Durchschnitt 1,6; Abschluss Europasekretärin für Englisch, Französisch und Spanisch
Carina Hör, Durchschnitt 1,5; Abschluss Wirtschaftskorrespondentin für Englisch, Französisch und Spanisch
Simone Ruthardt, Durchschnitt 1,4; Abschluss Wirtschaftskorrespondentin für Englisch, Französisch und Spanisch
Rabea Männle, Notendurchschnitt 1,4; Abschluss Europasekretärin für Englisch, Französisch und Spanisch
Désirée Steffen, Durchschnitt 1,3; Abschluss Wirtschaftskorrespondentin für Englisch und Spanisch