Graf Dracula verbreitet Angst und Schrecken

17 Schüler der Abschlussklasse 2011 der Bühnenmaler und -plastiker an der Louis-Lepoix-Schule haben das Theaterstück „Dracula“ bearbeitet

Baden-Baden, 14.4.2011 – Fledermäuse schwirren über die Köpfe der Besucher und laden ein, sich auf ein schauriges Spiel auf der Akademiebühne einzulassen.Dort liegt bereits eine junge Frau, deren nächtlicher schlafwandlerischer Ausflug zum alten Schloss eine Videoprojektion begleitet und damit einen gespenstischen Auftakt zum Theaterspektakel „Dracula“ bietet.

In zehn Bildern haben die17 Schüler der Abschlussklasse 2011 der Bühnenmaler und -plastiker an der Louis-Lepoix-Schule das Theaterstück „Dracula“ von Itamar Kubovy und Rick Knutsen bearbeitet. Sie führen dabei den Zuschauer einerseits in die behütete britische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und andererseits in die düstere Welt Transsylvaniens.

Damit diese Geschichte auch für das Publikum effektvoll nachvollziehbar wird, haben die Schülerinnen und Schüler ausdrucksvolle Bühnenbilder angefertigt, die den Einbruch des Schreckens in die heile Welt untermalen. Die Schaurigkeit des Friedhofes und der Bröckel-Charme der Burg von Graf Dracula finden in den Materialien ebenso ihren Ausdruck wie in den blutspeienden Brunnen, die als„specialeffect“ den Biss Draculas  versinnbildlichen. Auf diese theaterspezifischen Gestaltungen  legen die Fachlehrer Edith Rugel und Bernd Krause besonderen Wert, da sich bei deren Bewältigung die Kreativität und das fachmännische Können unter Beweis stellen lässt.

Dass neben den handwerklichen Fertigkeiten auch eine spürbare Lust am Schauspiel bei den Schülern vorhanden ist, davon haben alle Darsteller die Zuschauer überzeugt.
Und wer sich im Lauf der Handlung an Murnaus Dracula erinnert, liegt durchaus nicht falsch. Diese Form der Darstellung  ist die erklärte Absicht des Regisseurs und Hauptdarstellers Stefan Dittrich, der, unterstützt durch die Abteilung Maske, einen überzeugenden Dracula darbot.

Für das Abschlussprojekt schlüpften die Schüler nicht nur in verschiedene Rollen auf der Bühne, auch hinter den Kulissen gab es Verantwortliche für Dramaturgie, Requisite, Kostüm, Marketing und Catering. Unterstützung leisteten die Abteilung Maske, die für stilgerechte Frisuren und Make-up sorgte sowie Auszubildende der Veranstaltungstechnik, die mit der Licht- und Tongestaltung das Bühnenbild und die Schauspieler ins rechte Licht rückten und schließlich die Abteilung Nahrung, die mit Süßem und Pikantem für das leibliche Wohl sorgte.