Mit Her(t)z zum Radio

Girls´Day an der DHBW Karlsruhe

Karlsruhe, 15.4.2011 – „Mit Her(t)z zum RADIO“ auf den Spuren von Heinrich Hertz, der in Karlsruhe die Radiowellen entdeckt hat, bauten Schülerinnen der Klassen 7 – 9 am Girls’Day 2011 mit fachlicher Unterstützung durch Prof. Dr. Ralf Dorwarth, Studiengangsleiter Elektrotechnik, und Studentinnen selbst ein Radio zusammen, das sie dann auch mit nach Hause nehmen konnten.

Eine zukünftige Elektrotechnikerin:„Es war gar nicht so einfach. Vor allem das Schaltbild in die Realität zu übertragen, fiel mir schwer. Platine, Frequenz, Hertz, Elektromagnetische Wellen - da gibt es so viele Fachbegriffe. Aber mit Hilfe der Elektrotechnikstudentinnen habe ich dann doch alles zusammensetzen können und jetzt geht er – hör!“ Stolz zeigt sie ihr fertiges funktionierendes Radio.

Experimentieren durften die Schülerinnen bei Prof. Dr. Dieter Fehler in seiner Vorlesung „Der Sturm im Wasserglas“. Hier drehte sich alles ums Wetter. Prof. Dr. Fehler und die Mädchen gingen anhand von Experimenten und Beobachtungen den Ursachen („Wer ist schuld am Wetter?“) und den Abläufen des Wettergeschehens nach. Sie erfuhren, warum es ab Anfang September immer so viele Wirbelstürme z.B. in der Karibik gibt, und warum in manchen Jahren die Frauen so besonders gefährlich sind.

Dass Technik spannend ist,  erlebten die Schülerinnen beim Lernen „Alltagsprobleme mit Informatik zu lösen“. Informatik zu studieren ist sicherlich vielseitig und zukunftsorientiert. Doch was Informatik wirklich ist und wie man mit den Anforderungen des Studiums zurechtkommt, war den Mädchen vor der Erfahrung am Girls’Day nicht so klar. Mit typischen Aufgaben aus Logik und abstraktem Denken haben sie nun ein Gefühl dafür bekommen. – sie erstellten ein Programm, das ihre MP 3 Dateien sortiert. Und im Fach „Angewandte Informatik“ tüftelten sie mit Begeisterung bei der Roboterprogrammierung und entdeckten ihre Fähigkeiten auf den Gebieten Technik und Informatik.

Prof. Dr. Armin Pfannenschwarz, Studiengangsleiter Unternehmertum und Studierende informierten über den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Anschluss daran entwickelten die Girls zusammen mit Studierenden spielerisch eigene Gründungsideen – drei Cafés und ein Kostümverleih wurden aufgemacht. „Es ist gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt, eine Firma zu gründen. An was man da alles denken muss. Wir haben am Anfang noch ziemlich viel falsch gemacht“, stellte eine der Unternehmerinnen auf Zeit im Plenum am Ende des Girls’Days dar.

Insgesamt 60 Schülerinnen der Klassenstufen 5 bis 13 nutzten in einem der fünf Workshops der Studiengänge Elektrotechnik, Informationstechnik, angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik und Unternehmertum das Angebot der DHBW Karlsruhe am Girls’Day am 19. April 2011 die vielfältigen Aspekte der Arbeit von Ingenieuren und Informatikern kennenzulernen.

Über eine Million Mädchen haben bisher am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag teilgenommen. In 10 Prozent der Unternehmen wurde mindestens eine ehemalige Teilnehmerin eingestellt. Der Girls’Day unterstützt das Ziel den Anteil an Frauen in Führungspositionen und als Unternehmerinnen zu erhöhen. Durch die wiederholte Teilnahme an der erfolgreichen Berufsorientierungsaktion Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag entwickeln Unternehmen und Institutionen verstärktes Engagement bei der Ansprache junger Frauen für technische Berufe.

Die Bundesweite Koordinierungsstelle des Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.