Kreative Studenten überzeugten mit tollen Produktideen

Gelungende Präsentationen an der Dualen Hochschule  Karlsruhe

Karlsruhe, 20.5.2011 –Was haben ein innovativer Notenständer, ein Rollator mit Gießfunktion, eine intelligente Haustüranlage und ein haptisches BWL-Planspiel gemeinsam? Alle Produktideen wurden von Teams angehender Wirtschaftsingenieure der Dualen Hochschule Karlsruhe (DHBW Karlsruhe) im Rahmen einer praxisnahen Lehr- und Lernform entwickelt. „Bei der Umsetzung der Marktorientierten Produktentwicklung (MPE) müssen die Studierenden Arbeitsprozesse so steuern, wie sie in der Industrie gegeben sind“, erklärt Professor Martin Haas, Initiator und Leiter der MPE. In 18 Wochen, unterteilt in Vorstudie und Realisation, waren die 25 Studenten als Konstrukteure, Produzenten, Finanz- und Marketingbeauftragte sowie als Einkäufer gefordert. Vier Teams entwickelten unterschiedliche Produkte - von der Idee bis zum Prototyp. Ermöglicht wurden die Projekte dank vieler Sponsoren, wobei besonders das KIT Campus Nord tatkräftig beim Fertigungsprozess von drei Produkten half.

Das Lernen Spaß machen kann, davon konnten sich am Donnerstagnachmittag (19.5.2011) alle Zuhörer bei der Abschlussveranstaltung im gut gefüllten Audimax der DHBW Karlsruhe in der Erzberger Straße überzeugen. Engagierte Studenten präsentierten multimedial ihre überzeugenden Ergebnisse.

Mit musikalischer Unterstützung durch ein Bläserquartett wurde der innovative Notenständer „simplikus“ vorgestellt. Der nicht nur wegen Design und Qualität, sondern vor allem durch seine einfache Handhabung punktete. Mit einem Klick baut er sich von selbst auf und steht sekundenschnell auf dem Boden. Schauspielerische Einlagen gab es bei der Präsentation des Gieß-Rollator „Gießela“, der bereits der swr-Landesschau einen  Filmbeitrag wert war. Das seniorenfreundliche Gefährt kombiniert die Eigenschaften eines Rollators und einer Gießkanne. Technisch überzeugend war die Demonstration der intelligenten Haustüranlage „BELLissimo“ mit Kameraüberwachung des Eingangs, bei der man durch Weiterleitung des Haustürklingelns auf das Handy überall erreichbar ist und die Tür auch bei Abwesenheit öffnen kann. Das spielerische Element stand bei der Präsentation des BWL-Planspiels „Bill the Businessman“ im Mittelpunkt. Grundlagen der Betriebswirtschaft werden so einfach an Gymnasiasten und Studenten vermittelt.
„Ich bin stolz auf die Lernleistung der Studenten. Sie haben Hervorragendes geleistet“, befand Haas anschließend. Als eingeladener Vertreter der Industrie lobte Stefan Hartung, Personalchef bei Sulzer Pumpen, die Präsentationen. „Wir brauchen junge Leute mit Freude an ihrem Beruf. Das haben die angehenden Ingenieure heute gezeigt.“ Sichtlich zufrieden waren auch die Projektteilnehmer. „ Es hat uns allen etwas gebracht, eine eigene Idee umzusetzen. Es war stressig, hat aber viel Spaß gemacht“, bestätigt Christina Reis vom Team „Gießela“. Für Jan Gerst von Team „Bill the Businessman“ stand besonders der Lerneffekt bei den Themen Projektmanagement und Produkteinführung im Vordergrund.

Beim abschließenden Get-Together bei „Sekt und Selters“ mit Studierenden sowie Professoren und Dozenten der DHBW Karlsruhe vor den Ständen der vier Projektgruppen klang die für alle erfolgreiche Präsentation mit anregenden Gesprächen aus.

Reginald Hanicke