Auszeichnung für Elektromobil „E-Quickie“

Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“

Karlsruhe, 14.6.2011 – Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft wurde für ihr selbst entwickeltes Elektromobil „E-Quickie“ als Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet und ist damit „Ausgewählter Ort 2011“. Der bundesweite Wettbewerb wird von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff. Als „Ausgewählter Ort“ ist die Hochschule Karlsruhe Botschafter für das Land der Ideen und repräsentiert als einer von 365 Preisträgern das Innovationspotenzial Deutschlands.

Die Besonderheiten des E-Mobils, erläuterte Prof. Jürgen Walter, Projektleiter und Professor an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik: Es bezieht seine Energie nicht aus mitgeführten Batterien oder Akkus, sondern aus elektrischen Leiterbahnen, die im Boden verlegt sind. Diese Technik kam bisher nur langsamen Flurförderfahrzeugen zum Einsatz. Durch modernste Materialien und Optimierung der eingesetzten Technik kann das „E-Quickie“ schnell und energieeffizient bewegen. „Wir wollten damit zeigen“, resümierte Prof. Walter, „dass sich das Prinzip der drahtlosen Energieübertragung auch sehr gut zum individuellen Transport von Personen im Nahverkehr eignet.“

Bei der feierlichen Übergabe des Preises lobte Frank Arlaud, Leiter Öffentlicher Sektor Baden der Deutschen Bank das Projekt „Das Elektromobil ‚E-Quickie‘ ist ein herausragendes Beispiel für den Wissenschaftsstandort Deutschland und zeigt mit seiner innovativen Idee eine zukunftsweisende Alternative innerhalb der Elektromobilität auf.“
Im Rahmen der Festveranstaltung hielt anschließend Johann Soder, Geschäftsführer Technik des Unternehmens SEW-Eurodrive, von dem das Projekt auch unterstützt wurde, einen Vortrag zum Thema „Elektromobilität“. Zu sehen gab es außerdem noch andere an der Hochschule entwickelte Hightech-Elektromobile wie das E-Kart, die E-Draisine, das E-Liegeneigerad und den E 105, einen Rennwagen mit Elektroantrieb für den studentischen Konstruktionswettbewerb „Formula Student“. Dazu waren die Labore der Fakultät für das Publikum geöffnet und gaben Einblicke in den Ideenreichtum künftiger Ingenieure.