„Ludi Latini“ an der Klosterschule

Heitere Spiele rund um die Antike erfreuten die Schulgemeinschaft

Baden-Baden 13.3.12 – Am vergangenen Sonntag versammelten sich rund 300 Freunde der lateinischen Sprache in der liebevoll umgestalteten Aula der Klosterschule, um dort vorolympische Spiele der besonderen Art zu erleben.

„Delectare et prodesse“ – „erfreuen und nützen“ – so lautete in der Antike das Ziel der Künstler. Viele Schülerinnen und Schüler hatten mit ihren Lehrerinnen Dr. Marianne Kah und Dr. Antje  Schäfer sowie den Lehrern Hans Schwarz und Albert Waizenegger ein buntes Programm einstudiert und mit viel Begeisterung zum besten gegeben. Man merkte, dass der Akzent bewusst auf der Spielfreude lag – denn es war eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag. In zwei  lustigen Theaterszenen bekamen  die Lehrer mal zur Freude der Schüler  ihren Teil ab. Mit erfrischender Unbekümmertheit beamten sich die Akteure zurück in eine altrömische Schule.

Die selbstgebastelte Zeitmaschine ermöglichte den Coup. Max und Moritz alias Maximus et Mauritius spielten mit bilingualer Unterstützung der Mitschüler Lehrer Lämpel einen – wohlbekannten – Streich. Eine schwungvolle Modenschau, in der die hippsten Kreationen der alten Römer vorgeführt wurden, brachte manchen zum Schmunzeln. Gedichte von Lebensfreude – „carpe diem“ –,  Liebesglück und Liebesleid wurden vorgetragen und auch  wortgewaltig im Solo besungen. Spätestens als man erstaunlichen Parallelen zu Groenemeyers  Lied „Nach mir“ lauschen konnte, war allen klar: es gibt Themen, die immer aktuell sind.

Nachdem sich Gäste und Akteure in der Pause bei leckeren Kostproben aus alten römischen Kochbüchern gestärkt hatten, stellten sich die Jüngsten zu einem Pferderennen der besonderen Art an die Startboxen. Heftig angefeuert liefen sie zum Schluss ihre Runden durch die  zum „Circus maximus“ umgestaltete Aula: Den Siegern des „Bonsai-Ben Hur“ winkten selbstgeflochtene Lorbeerkränze.

Abgerundet wurde das vielseitige Programm durch flotte Musik der Jazz-Ag unter Leitung von Lothar Pelz und pfiffig vorgetragene Lieder, welche  die 8a mit Musiklehrer Benno Grupp mit passender Leichtigkeit erklingen ließ. Wenn eines an diesem Morgen deutlich wurde, dann dies: Latein lebt – und alle hatten ihre Freude daran.