Erstes Abitur der Berufsoberschule für Sozialwesen

Robert-Schuman-Schule Baden-Baden

19.4.12 – Kaum zu glauben: Schon wieder sind zwei Jahre vergangen, und die Schüler, die sich auf das Abenteuer eingelassen haben, die im Jahre 2010 an der Robert-Schuman-Schule neu eingerichtete Berufsoberschule für Sozialwesen zu besuchen, brüten in den nächsten Tagen über ihrem Abitur.

In diesem Jahr gehen 77 Abiturienten der Robert-Schuman-Schule an den Start, 32 von der Berufsoberschule für Sozialwesen, 45 Abiturienten der Wirtschaftsoberschule. Zum 22. Mal startet die Berufsoberschule mit dem Fach „Deutsch“. Dieses Jahr aber unter neuen Vorzeichen. So gilt es nicht nur, sich mit einem Sternchenthema im Fach „Deutsch“ auseinanderzusetzen, sondern sich motivübergreifend mit allen drei Pflichtlektüren zu beschäftigen. Wer sich also für das literarische Thema entscheidet, muss in drei Lektüren bewandert sein. Dabei geht es um Martin Suter, Die dunkle Seite des Mondes, Gerhart Hauptmann, Vor Sonnenaufgang, und um E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann. Es gibt allerdings noch vier Alternativen zum literarischen Thema: einen Essay, zwei Texterörterungen und eine Textinterpretation. Dieses Jahr waren Lehrer und Schüler hoch zufrieden mit den Abiturthemen im Fach „Deutsch“, waren diese doch lebensnah und zeitgemäß. Während beim „Essay“ das Thema „Träume vom Leben oder lebe deinen Traum!“ zu bearbeiten war, hatten die Schüler bei der Texterörterung die Wahl, ob sie sich mit der Frage „Rettet uns die Technik?“ von Thomas Fischermann und Gero von Randow auseinandersetzen wollen oder sich mit dem Text des Trend- und Zukunftsforschers Matthias Horx „Die Quote nutzt allen“ beschäftigen möchten. Für die Textinterpretation lag der Text von Kurt Tucholsky „Ein Glas klingt“ vor, und das literarische Thema konzentrierte sich u. a. auf einen Motivvergleich von E.T.A. Hoffmanns Werk „Der Sandmann“ und der Lektüre von Martin Suter „Die dunkle Seite des Mondes“.

Aber der Deutschaufsatz war nur der Anfang des Abiturreigens. Am Folgetag, Donnerstag, 19. April 2012, ging es weiter mit den Englischthemen. Die besonderen Herausforderungen erwartet die Schülerinnen und Schüler nach dem Wochenende. Montag, 23. April, fordert die Abiturienten mit Mathematik. Am darauf folgenden Dienstag beschäftigen sich die Abiturienten der Wirtschaftsoberschule mit ihrem Profilfach „Betriebswirtschaftslehre“, in dem sie zwei Jahre lang mit jeweils 6 Wochenstunden unterrichtet wurden. Für die Abiturienten der Berufsoberschule für Sozialwesen steht dagegen das Profilfach „Biologie“ auf dem Plan. Sie haben sich in den zwei Jahren mit diesem Fach ebenfalls jede Woche 6 Wochenstunden auseinandergesetzt.

In diesem Jahr spricht die Schule von einem besonders guten Abiturjahrgang. Deshalb bleibt zu hoffen, dass es nach dem mündlichen Abitur und bei der Abiturfeier Ende Juni keine Tränen geben wird. Da die jungen Leute ihren Berufsabschluss bereits vor dem Abitur erworben haben, werden diese sicherlich schnell ihren Platz in der Berufswelt finden. Bleibt zu hoffen, dass die Universitäten trotz des doppelten Abiturjahrganges für die Abiturienten Studienplätze anbieten können, damit sich dann das Abitur nach der Ausbildung, also auf dem zweiten Bildungsweg, auch gelohnt hat.