„Saftastic“ steigt in regionale Apfelsaft-Branche ein 

Neue Schülerfirma des RWG stellt selbst Apfelsaft her/ Schüler sehr motiviert

Baden-Baden, 26.10.12 – Samstagmorgen, eine Streuobstwiese nahe Steinbach: Zu dieser Zeit liegen die allermeisten Jugendlichen noch in ihren Betten und genießen das schulfreie Wochenende. Nicht so eine Gruppe 16- bis 17-Jähriger aus der Umgebung von Baden-Baden: 26 Schülerinnen und Schüler vom Richard-Wagner Gymnasium in Baden-Baden haben ihre eigene Schülerfirma gegründet.

Unter Anleitung ihres Kurslehrers Herrn Verch entwickelten die Jugendliche die Idee, zukünftig selbst Apfelsaft produzieren zu wollen. Dass dies natürlich auch mit anstrengender Arbeit verbunden ist, war den Schülern durchaus bewusst. Diese Tatsache konnte die Jungen und Mädchen in ihrer Motivation und ihrem Engagement jedoch keinesfalls bremsen. Und so kam es in den letzten Wochen immer wieder vor, dass man auf den Streuobstwiesen rund um Baden-Baden verschiedene Kleingruppen von Jugendlichen sah, die Äpfel pflückten.

So auch an diesem Morgen als sich der komplette Kurs auf ein großes Feld mit Apfelbäumen begab, um unter Anleitung des Besitzers säckeweise Äpfel zu ernten. Nachdem man die erste Ladung eines Kleintransporters komplett voll hatte, fuhren Lehrer und eine Gruppe von Schülern zur Obstpresserei „Alde Trott“ in Ottersdorf. Dort ließen die Schüler bis in die späten Abendstunden hinein ihre großen Mengen an Äpfel pressen.

Die Schülergruppe verfolgten die Verarbeitung ihres Obstes mit großem Interesse. Der entstandene Direktsaft wurde danach in 5- und 10 Liter-„Bags“ gefüllt und verstaut. Nach getaner Arbeit gönnten sich die Schülerinnen und Schüler natürlich eine Kostprobe ihrer Eigenkreation. Nach den ersten Schlücken sah man durch die Reihe nur grinsende und freudestrahlende Gesichter. „Wahnsinn, der schmeckt ja richtig lecker!“, rief eine Schülerin. Und ein Anderer meinte mit einem Lachen: „Geradezu saftastisch!“. Diesen Spruch fanden alle Schüler so einfallsreich und genial, dass sie ihn sofort als Firmenname erkoren.

Doch „Saftastic“ kann sich in den kommenden Wochen und Monaten nicht auf den Lorbeeren ihrer ersten Erfolge ausruhen. Es wartet noch viel Arbeit auf die Schülerfirma, da es  fast täglich neue Aufgaben gibt, die es innerhalb der Firma zu organisieren und zu bestehen gilt. Doch mit solch einer starken Zusammenarbeit sollte auch das garantiert gemeistert werden.


Jonas Hini