Die natürliche Umwelt für heutige und künftige Generationen zu
erhalten, ist ein Ziel nachhaltigen Handelns. (Foto: Eva Pailer)

„Die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ überzeugt

Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg wählt KIT-Einrichtungin Karlsruhe zur Förderung aus – Fächerübergreifende Lehre

12.3.12 – Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) trägt verstärkt zu einer nachhaltigen Entwicklung von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft bei. Dazu bietet „die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ (KSN) künftig mehrere fächerübergreifende Lehrmo-dule an: ein Begleitstudium, einen Masterstudiengang, ein Graduiertenmodul sowie den Baustein „Lokal Bildung“, der Nachhaltigkeit in die Öffentlichkeit trägt. Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert die KSN im Programm „Stärkung des Bei-trags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ mit rund 400 000 Euro für drei Jahre.

„Die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit baut einerseits auf den hervorragenden Kompetenzen des KIT in naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen auf. Andererseits fördert sie Reflexion, Urteilskraft, Gestaltungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Sinne der Nachhaltigkeit“, erklärt Professor Armin Grunwald, Leiter des KIT-Instituts für Technik-folgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und zusammen mit Dr. Oliver Parodi verantwortlich für die KSN.

Die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit ist institutionell am KIT-Schwerpunkt Mensch und Technik angesiedelt. In den Lehrmodulen der KSN geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um Handeln und Wandlungsprozesse: Das studienbegleitende „Zertikatsstudium Nachhaltigkeit und Transformation“ steht allen Studierenden des KIT offen. Zudem ist daran gedacht, am House of Competence (HoC) ein „KIT-Intro“ zu etablieren, eine Einführungsphase in das Studum, welche die Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen im Hinblick auf das Nachhaltigkeitsthema anstoßen soll. Der „Master of Sustainability“ bildet berufsbegleitend hochqualifizierte Akteure für nachhaltiges Handeln fort. Dazu kommen das Lehrmodul „Sustainable Background“ für die bestehenden Graduiertenprogramme am KIT sowie der Baustein „Lokal Bildung“, welcher der Öffentlichkeit in Stadt und Region Karlsruhe gewidmet ist. An dem Masterstudiengang ist auch die Hector School of Engineering and Management des KIT beteiligt. Die KSN kooperiert mit Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen.

Für die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit erhält das KIT in den Jahren 2013 bis 2015 rund 400 000 Euro aus dem Förderprogramm „Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Würtemberg.