Falschgeld zum Anfassen oder „Blüten“ im Unterricht

Falschgeldprävention durch die Bundesbank an der Robert-Schuman-Schule Baden-Baden

13.3.13 – An der Robert-Schuman-Schule fanden zum ersten Mal die Aktionstage „Falschgeldprävention“ für fünf Einzelhandelsklassen statt. Frau Müller, Vertreterin der Deutschen Bundesbank von der Filiale Karlsruhe, punktete mit viel Anschauungsmaterial und Sachverstand bei den Berufsschülern. Zuerst weckten die Sicherheitsmerkmale an echten Geldscheinen das Interesse bei den Schülern. Mit viel Motivation und Ehrgeiz konnten die Schüler danach an „echtem“ Anschauungsmaterial ihr soeben erworbenes Wissen zeigen. Blüten im Wert von 20-, 50- und 200-Euroscheinen durften geprüft werden.

Falschgeld aufzuspüren ist für die Berufsschüler im Geschäftsalltag existenziell, denn für Falschgeld gibt es bei den Banken für den Einzelhändler keinen Ersatz. Bei den 20- und 50-Euroscheinen wurden die Schüler schnell fündig und sortierten die Falschen aus. Erst bei den 200-Euro-scheinen wurde es knifflig, die Blüten herauszufinden, denn die Fälscher hatten „echt gute“ Arbeit geleistet.

Erst durch Frau Müllers vorgestellten Schnelltest lernten sie, wie man Falschgeld relativ sicher, schnell und für den Kunden nicht sichtbar prüfen kann. Die Referentin gab den Schülern Ratschläge, was bei der Entdeckung von Falschgeld zu tun sei. „Rufen Sie einen Ansprechpartner im Betrieb und die Polizei, aber gefährden Sie sich nicht selbst!“, lautete der Rat der Fachfrau. Vor allem bei 20- und 50-Euroscheinen sollte aufgepasst werden, denn diese werden nach ihrer Erfahrung gerne gefälscht. „Genauer hinzusehen“, heißt es auch, wenn ein kleiner Betrag mit einem Schein von hohem Wert bezahlt werden soll.

Neugierig waren die Schüler auf die neuen 5-Euronoten, welche Frau Müller schon dabei hatte, obwohl diese erst ab Mai in den Umlauf gelangen.

Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Schüler bei Frau Müller für zwei Stunden kompetenten Anschauungsunterricht. Auch die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer waren sich einig, dass diese Aktionstage „Falschgeldprävention der Deutschen Bundesbank“ in Zukunft beibehalten werden sollten.

Inge Schaaf/Elisabeth Oser