Besuch im CERN

Schüler des Berufskollegs und des Technischen Gymnasiums der Louis-Lepoix-Schule erkunden den Teilchenbeschleuniger LHC

7.6.13 – Eine Exkursion der besonderen Art stand für 37 Schüler der Oberstufe der Louis-Lepoix-Schule Ende April an: Zur Vertiefung des physikalischen Themengebietes „Teilchen in Feldern“, das im Unterricht vorbereitet wurde, sollte die Europäische Organisation der Kernforschung (Cern) in Genf besichtigt werden.

Die 1954 gegründete Organisation beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zur Entstehung des Universums. Im Zentrum der Forschung steht die Arbeit mit dem Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC). In diesem werden seit 2009 gegenläufige Teilchenstrahlen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Beim Zusammenstoß entstehen neue Teilchen, die dann von den Forschern untersucht werden können.

Erich Brake, ehemaliger Techniker am CERN, empfing die Gruppe aus Baden-Baden und führte in die geschichtliche Entwicklung und die Strukturen der Organisation ein. Als besonders beeindruckt zeigte sich Brake nach über 20 Jahren am CERN davon, dass „Menschen miteinander arbeiten, deren Länder sich bekriegen“. Von Doktoranden und Professoren wurden die Schüler und Lehrer in Gruppen anschließend durch verschiedene Teile des CERN geführt: In der Forschungseinrichtung zur Optimierung der Elektromagnete konnte man erfahren, wie die Teilchen beschleunigt und auf dem 27 km langen Ring des LHC gehalten werden. Die Besichtigung der Schaltzentrale eines LHC-Detektors, der registriert, was passiert, wenn die  Teilchen zusammenstoßen, verursachte zumindest bei den Lehrern Gänsehaut: „So viele Kabel, so viele Magnete, so viel Elektrik für so kleine Teilchen!“ begeisterte sich Physiklehrer Daniel Müller. Aber auch die Schüler zeigten sich sehr interessiert und beeindruckt von der Fülle an Informationen. Zum Abschluss konnten die gesammelten Eindrücke beim gemeinsamen Mittagessen in der organisationseigenen Kantine verarbeitet werden.