Leadership Development

Gewaltfreie und produktive  Wege der Konfliktlösung

1.10.13; Handelslehranstalt Gernsbach – Es hat sich noch nicht in allen Unternehmensberatungsgesellschaften herumgesprochen, aber erfolgreiche moderne Unternehmen wissen längst: Die soziale Kompetenz der Mitarbeiter ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Choleriker oder Arroganz in den Führungsetagen sind Produktivitätskiller, dem kooperativen Verhalten gehört die Zukunft in der Wissensgesellschaft. Da bot die Handelslehranstalt in Gernsbach unter Federführung von Martin Strauss ein interessantes Seminar, das nicht nur von HLA-Schülern sondern von potentiellen künftigen Führungskräften aus der Region besucht war. Die Entwicklung von Führungskompetenz durch kulturellen Austausch wurde beleuchtet. Das Seminar fokussierte gewaltfreie Führungskompetenzen und Konfliktlösungsmechanismen nach den Theorien Martin Luther Kings auf heutige Probleme. Man erprobte Theorien, Konzepte und Strategien, die gewaltfreie Lösungswege unterstützen.

Ziel des Workshops war es, Menschen dazu inspirieren und zu bewegen, soziale und gesellschaftliche Veränderungen anzugehen und dabei gemeinsam einen positiven Wandel zu bewirken. Grundlage des Seminars sind Techniken, die Martin Luther Kings entwickelt hat, die gewaltfreie Konfliktlösungskompetenzen stärken, die Kraft der gewaltfreien Veränderung zu entfachen.

Der Referent war Jason Higgins. Er ist Spezialist für Jugendförderung und Leadership Development in New York. Derzeit arbeitet Higgins für das Martin Luther King Zentrum in der Bronx (NYMLK), eine offizielle Nichtregierungsorganisation der Vereinten Nationen.

Und die Schüler lernten eindrucksvoll, dass Gewaltfreiheit nichts für Feiglinge ist, sondern jede Menge Hirnschmalz braucht, während Machtausübung und Unterdrückung schnell blind und dumm machen, Konflikte konservieren statt produktiv lösen. Bei Konflikten heißt es nicht wegducken, sondern Konflikte sind etwas Dynamisches und damit auch Beeinflussbares. Es gibt auch bei grundsätzlichen Konflikten Alternativen zur Gewalt und das beginnt bei der Mimik und Gestik mit der man in Konflikte geht, man muss den Konflikt, das Gegenüber verstehen, um konstruktive Lösungen zu finden. Und dass das Seminar mit „Outdoor-Nummern" und eindrucksvollen Verhaltensschulungen und Reflexionen in englischer Sprache an die Substanz ging, zeigte sich bei der letzten Seminaraufgabe, die noch einmal das Gehirnschmalz auf Touren brachte: Eine Intelligenzaufgabe stand auf dem Programm, die in Gruppen gelöst werden sollte und die auch zeigte, wie wichtig die Gruppendynamik zur Erreichung eines Zieles unter erschwerten Bedingungen ist. Higgins' Ausführungen und Aufgaben beeindruckten die Azubis, Schüler und Studenten und vermittelte neue Perspektive,n produktiv mit Konflikten umzugehen.

Volker Gerhard