Haupt- und Realschule Iffezheim setzt Schwerpunkt auf „neue Medien“

Die Schule informierte in Großveranstaltungen über Vorteile und Gefahren des Internets und des Vernetztseins

27.11.13, Iffezheim – Zwischendurch eine SMS schreiben, sich in WhatsApp-Gruppen mit Freunden verabreden, einen Facebook Eintrag mit dem „Gefällt-mir-Damen“ kennzeichnen oder schnell im Bus die neusten  Mails abrufen? Kein Problem: Das Internet macht es rund um die Uhr möglich. Die große Frage aber bleibt, ob diese Entwicklung nun gut oder schlecht ist.

Auf der Suche nach der Antwort setzte die Haupt- und Realschule Iffezheim – initiiert von Schulsozialarbeiter Tobias Ruppert – einen neuen Akzent und informierte in Großveranstaltungen alle Schüler der Klassenstufen sieben, neun und zehn und bot zusätzlich für interessierte Eltern der Siebtklässler einen Eltern-Informationsabend an. „Eigentlich wollte ich das Themengebiet zunächst ausschließlich in den siebten Klassen etablieren. In einzelnen Beratungsgesprächen zeigte sich aber, dass wir dringend auch die älteren Schüler sensibilisieren müssen. Viele erkennen zwar die guten Seiten des Internets und die Vorteile des Vernetztseins, die Gefahren aber sind schlichtweg nicht präsent“, so Ruppert.

Um kompetent und auf aktuellem Stand der Technik Auskunft geben zu können lud die Schule – gesponsert von der Stiftung der Sparkasse Rastatt-Gernsbach – Herrn Peter Sommerhalter, einen Fachmann für neue Medien aus dem Saarland ein, der über einen Zeitraum von vier Tagen mit den Schülern arbeitete. Während sich mehr als 100 Schüler und Schülerinnen der siebten Klassen hauptsächlich mit sozialen Netzwerken, Persönlichkeits- und Urheberrecht beschäftigten, war der Themenschwerpunkt für die gut 220 älteren Schüler auf den momentan aufkommenden Bereich des „Sextings“ gelegt. Die klare Botschaften des Experten: „Seid vorsichtig, wem ihr eure Bilder zugänglich macht“ und „das unerlaubte Weiterschicken von Bildern an Dritte ist eine Straftat.“

Schulleiter Bangert und Schulsozialarbeiter Ruppert waren sich am Ende einig: Durch dieses deutliche Zeichen und das Informieren der Hälfte aller Klassen zeigte die Schule, dass sie bemüht ist, im (sich ständig verändernden) Bereich des „world-wide-web‘s“ auf dem aktuellen Stand zu sein und machte deutlich, dass sie bei schwierigen Situationen der Schüler im Internet nicht wegschaut. Schulleiter Bangert: „Wir wollen das Internet nicht schlecht machen, sondern den positiven Umgang fördern und unterstützen. Wir befürworten es, wenn Schüler das Internet positiv nutzen und beispielsweise für Referate im Netz recherchieren. Trotzdem muss aber deutlich gemacht werden, dass ein falscher Umgang mit dem Internet gefährlich sein kann. Zu dieser Aufklärung wollen wir in den nächsten Jahren durch verschiedene Akzente im Schulalltag und durch die Arbeit der Schulsozialarbeit beitragen.“

Bericht: Tobias Ruppert