Landkreis plant Jugendkonferenz

Landtagsabgeordnete und Landrat stellen sich den Fragen und Anregungen der Jugendlichen

11.9.14, Landkreis Rastatt – Zum ersten Mal organisiert das Jugendamt des Landkreises Rastatt im Herbst eine Jugendkonferenz zur politischen Beteiligung. Die Veranstaltung mit dem Titel „Was uns bewegt - Jugendliche im Gespräch mit Landespolitikerinnen und Landespolitikern“ wird am 24. November 2014 im Landratsamt stattfinden. Der Impuls, mit Jugendlichen vor Ort in direkten Dialog zu treten, ging von Landtagspräsident Guido Wolf aus. Entsprechend wurde bei allen 44 Stadt- und Landkreisen für ein Forum dieser Art geworben.

„Wir haben uns rasch zu einer Beteiligung entschlossen, denn wir sehen unsere regionale Jugendkonferenz als Chance für junge Menschen, ihre Gedanken, Ideen und Anliegen direkt bei unseren Landespolitikern anzubringen“, so Stefan Biehl, der Leiter des Jugendamtes im Landratsamt Rastatt. Nach seiner Einschätzung wird die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung für junge Menschen aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Neben dem Aspekt des gegenseitigen Austausches soll bei den Jugendlichen das Interesse an Politik geweckt werden. Die Beteiligung der Jugendlichen ist ein gemeinsames Anliegen der politisch Verantwortlichen, der Jugendorganisationen, der Schulen und der kommunalen Jugendarbeit. Durch die Partizipation wird Jugendlichen eine aktive Gestaltung der eigenen Lebenswelt ermöglicht.

Die Planung der Veranstaltung mit den für den Landkreis Rastatt zuständigen Landtagsabgeordneten, Beate Böhlen (Bündnis 90/Die Grünen), Karl-Wolfgang Jägel (CDU), Ernst Kopp (SPD) und Tobias Wald (CDU)ist bereits in vollem Gange, berichten die beiden Jugendreferenten des Landkreises, Sabrina Kölmel und Philip Reichlin. Die eingeladenen Jugendlichen werden bei der erstmaligen Ausrichtung aus den neun beruflichen Schulen des Landkreises in Bühl, Gaggenau, Gernsbach und Rastatt kommen. Einzelne Lehrkräfte werden zudem im Vorfeld ihren Unterricht nutzen, um auf das Diskussionsforum einzustimmen und inhaltlich vorzubereiten.

Die Schüler werden bei der Jugendkonferenz die Möglichkeit haben, an verschiedenen Thementischen ihre Fragen und Anliegen zu Gesellschaft, Umwelt, Schule und Ehrenamt einzubringen. Die Inhalte werden dann in Workshops vertieft und im anschließenden Plenum die Ergebnisse vorgestellt. Die Landtagsabgeordneten wie auch Landrat Jürgen Bäuerle sind darin aktiv eingebunden und werden sich den Fragen und Anregungen der Jugendlichen stellen.

Auf Landesebene ist geplant, die Ergebnisse der einzelnen Regionalkonferenzen im kommenden Jahr bei einem „Jugend-Landtag“ zu diskutieren. „Auch für uns spielt die Nachhaltigkeit dieses Dialogs eine wichtige Rolle“, betont Jugendamtsleiter Stefan Biehl. Für die jungen Menschen ist es nach seiner Auffassung wichtig zu wissen, was mit ihren Ideen und Anmerkungen auf politischer Ebene geschieht.

Der Landkreis selbst möchte hierzu beitragen. Damit die Meinungen und Ergebnisse nicht verloren gehen, ist vorgesehen, diese Anfang 2015 im Rahmen einer Ausstellung im Landratsamt zu präsentieren. Ebenso wird es eine Darstellung auf der Homepage des Landkreises geben.