„Angewandte Gesundheitswissenschaften“

Neuer Studiengang an der DHBW Karlsruhe

18.9.14, Karlsruhe – Neben ihren klassischen Studiengängen bietet die Duale Hochschule Karlsruhe zum diesjährigen Semesterbeginn am 1. Oktober erstmals den neuen Bachelorstudiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften für Pflege und Geburtshilfe“ an. Dabei absolvieren im Verlauf von vier Jahren Studierende eine staatlich anerkannte Ausbildung in der Gesundheits- und Kranken-, Kinderkranken- oder Entbindungspflege und ein praxisorientiertes Studium. Die Absolventen verfügen dann über ein Examen und einen Bachelor-Abschluss. Sie steigern damit ihre Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten beträchtlich. Der Studienplan kombiniert grundständige Fächer der Gesundheit und Pflege mit Modulen der Betriebs- und Gesundheitswirtschaft und basiert auf den empirischen Methoden der Gesundheitswissenschaften. Er ist in der Fakultät Wirtschaft angesiedelt. Diese neue Ausbildungsform und Art des Studiums wird bundesweit nur an wenigen Einrichtungen angeboten. Zulassungsvoraussetzungen sind das Abitur oder die Fachhochschulreife (mit Studierfähigkeitstest  durch die DHBW) und einen Ausbildungsvertrag mit einer Partnerklinik. Die jeweiligen Pflegeschulen der Kliniken sind eng in diese Partnerschaft integriert, da nur so die notwendigen Voraussetzungen für das Examen im Pflegeberuf erfüllt werden können. Diese waren auch maßgeblich an der Einrichtung des Studiengangs am Standort Karlsruhe beteiligt.
 
Marktgerechte und zukunftsorientierte Studiengänge
Die DHBW Karlsruhe ergänzt damit ihren innovativen Studiengang „Physician Assistant“ und kommt somit der geplanten Einrichtung einer Fakultät für Gesundheitswissenschaften einen Schritt näher. Sie reagiert mit der Einrichtung dieser marktgerechten und zukunftsorientierten Studiengänge auf die Personalknappheit im klinischen Bereich und steigert die Attraktivität der Pflegeberufe durch diese Angebote zur Höherqualifizierung.
„Ein bereits bestehender Mangel an Fachkräften im Gesundheitssektor sowie durch Demographie und medizinischem Fortschritt bedingte Änderungen des Versorgungsbedarfs erfordert Lösungen, diesen Herausforderungen zeitgemäß zu begegnen“, erläutert Prof. Dr. med. Marcus Hoffmann, Geschäftsführer des Fachgremiums Gesundheitswissenschaften der DHBW und Leiter der Studiengänge „Physician Assistant“ und „Angewandte Gesundheitswissenschaften“. „Wir wollen mit unserem Engagement die Berufsfelder im Gesundheitswesen weiterentwickeln. Wenn wir die Besten für diese Berufe begeistern wollen, müssen wir attraktive Ausbildungs- und Studienangebote mit passenden beruflichen Perspektiven bieten – genau das leisten wir mit unseren neuen Konzepten“, betont er.
 
Zunehmende Komplexität im Gesundheitswesen erfordert Höherqualifizierung
Durch das Studium Angewandte Gesundheitswissenschaften erwerben die Studierenden fachliche Kompetenzen, die weit über die in der klassischen Pflegeausbildung vermittelten hinausgehen wie z.B.: In durch hohe Komplexität gekennzeichneten Situationen die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess bzw. die Begleitung zu übernehmen. Sowie für die Problemstellungen ihres Arbeitsfeldes eigenverantwortlich wissenschaftlich begründbare Lösungen zu erarbeiten – sowohl im Bereich des praktischen Handelns am Patienten, als auch im Bereich des patientennahen Managements. Außerdem lernen sie Erkenntnisse aus dem praktischen Pflegehandeln in die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Fachgebiets einfließen zu lassen. Zudem lernen sie betriebswirtschaftliche, rechtliche und IT-bezogene Sachverhalte zu bewerten und zu bearbeiten. Somit stellen sie eine wichtige Verbindung zwischen dem Pflegepersonal und dem Management dar.
Die Unterrichts- und Vorlesungsphasen bereiten die Studierenden umfassend auf die Herausforderungen ihres zukünftigen Berufes vor. Sie werden unterrichtet in: Gesundheit und Pflege – provision of care; Gesundheitswissenschaften; Gesundheitsmanagement – management of care und ihnen werden Schlüsselkompetenzen wie wissenschaftliches Arbeiten, Recht und Englisch vermittelt.
 
Praxisphasen beim Dualen Partner
Die Praxisphasen sind fester und wichtiger Bestandteil des Studiums und der Ausbildung. Gerade dort zeigen sich Motivation und Begabung für den Pflegeberuf. Unter anderem werden folgende Fertigkeiten in den Praxisphasen erlernt, geübt und ausgeübt: Pflege planen und dokumentieren, chronisch kranke / multimorbide Menschen pflegen, Gespräche mit Pflegebedürftigen und Angehörigen führen, sowie Teambesprechungen und Pflegevisiten durchführen.
Kooperationspartner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe im Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ sind: die ev. Diakonissenanstalt Karlsruhe, das Städtischen Klinikum, die Vincentius-Kliniken Karlsruhe und deren Pflegeschulen sowie die Schule für Pflegeberufe Bretten und Bruchsal im Verbund der regionalen Kliniken Holding RKH.
 
weitere Informationen: www.dhbw-karlsruhe.de