„Warum sind so wenige Frauen in der Politik?“

Katrin Schütz im Gespräch mit Schülern des Wirtschaftsgymnasiums der M.A.I.

19.12.14, Karlsruhe – Eine ganz besondere Schulstunde hatten die Schülerinnen und Schüler des Ganztagswirtschaftsgymnasiums der Merkur Akademie International, berichtet deren Lehrkraft für Gemeinschaftskunde, Sabine Heppner: „Katrin Schütz, Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der CDU, sprach mit den Zehntklässlern über aktuelle Politik.“ Schütz, die über ehrenamtliche Tätigkeiten zu ihren Funktionen kam und junge Menschen an die Politik heranbringen möchte, stellte sich allen Schülerfragen. „Welche Qualifikationen braucht man als Politiker?“, interessierte Julian. Man müsse nicht studiert haben und wichtig seien die sehr gute Vernetzung sowie die Einarbeitung in Expertisen, antwortete Schütz. Auch wollte Julian wissen, wie von der Leyen zuerst Familien- und dann Verteidigungsministerin werden konnte. „Als Nicht-Insider hat man manchmal einen unverstellteren Blick auf die Sache und muss sich natürlich einarbeiten“, so Schütz.  Leon wollte hören, warum es so wenige Frauen in der Politik gibt. „Man ist viel unterwegs, wodurch die Familienzeit sehr kurz kommt“, erklärte Schütz, die selbst Mutter zweier Kinder ist. Die Partei müsse aber dafür sorgen, dass Frauen trotz der Babypause in der Politik verankert bleiben.

Auch zur neuen Frauenquote hakte die Klasse nach. Schütz positionierte sich klar dagegen: „Ich komme aus dem Mittelstand, und da sind Frauen im geschäftlichen Bereich Gleiche unter Gleichen.“ Die Quote löse aber das Problem, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, nicht.

Die Flüchtlinge aus Syrien wurden gleichfalls thematisiert. Schütz betonte, dass diese Menschen, die auf der Flucht sind, unsere Hilfe brauchen. Vivienne fragte in dem Zusammenhang, was die Stadt für Obdachlose tut. Die Stadt mache viel: Das Obdachlosen-Café, das kurzfristige Anmieten von Wohnräumen oder das Angebot des Erfrierungstaxis seien Beispiele.

Das Feedback der Jugendlichen nach dem Besuch von Schütz ist: „Das war eine interessante, aktuelle Schulstunde. Schütz antwortete klar.“ Diese lobte: „Es war eine engagierte Gesprächsrunde mit vielfältigen Fragen." Und auch Heppner ist zufrieden: „Die Politik war für die Schüler nah. Die Theorie des Fachs Gemeinschaftskunde wurde mit Leben gefüllt.“

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