Mit dem Party-Pass zum Fasching

Das Landratsamt Rastatt teilt mit

20.1.15, Landkreis Rastatt – Sollen Jugendliche unter 18 Jahren an Faschingsveranstaltungen teilnehmen dürfen? Diese Frage stellen sich die Vereine in der närrischen Zeit. Seit Einführung des neuen Personalausweisgesetzes ist es nämlich verboten, die Personalausweise von Jugendlichen zur Alterskontrolle einzubehalten, weshalb es für Veranstalter schwierig geworden ist, sicherzustellen, dass Jugendliche unter 18 Jahren um Mitternacht die Veranstaltung wieder verlassen. Weil 16- und 17-Jährige von Faschingsveranstaltungen aber nicht zunehmend ausgeschlossen werden sollen, gibt es seit dem Jahr 2013 den Party-Pass im Landkreis Rastatt. „Der Party-Pass wurde seit seiner Einführung bereits mehr als 6.000 Mal aus dem Internet heruntergeladen. Auch von Seiten der Vereine haben wir überwiegend positive Rückmeldungen erhalten“, berichtet Gudrun Pelzer, die kommunale Suchtbeauftragte im Landratsamt.

Wie die Pressestelle weiter mitteilt, entscheiden die Vereine jedoch selbst, ob sie den Eintritt von Jugendlichen unter 18 Jahren mit Party-Pass zulassen. Darauf sollten sie bei der Ankündigung und Werbung für ihre Veranstaltung hinweisen.

Der Party-Pass des Landkreises Rastatt kann unter www.partypass.de heruntergeladen, online ausgefüllt, mit einem Foto versehen und anschließend ausgedruckt werden. Beim Einlass werden die Daten des Party-Passes mit dem Personalausweis abgeglichen und er wird anstelle des Personalausweises einbehalten. Um Mitternacht müssen Jugendliche unter 18 Jahren den Party-Pass abholen und die Veranstaltung verlassen. Pässe, die liegen bleiben, können vom Veranstalter im Rathaus der Stadt oder Gemeinde abgegeben werden, in der die Veranstaltung stattgefunden hat. Wer seinen Party-Pass nicht abholt, muss damit rechnen, dass die Gemeindeverwaltung die Eltern informiert. Unter www.partypass.de finden Organisatoren auch Hinweise und Tipps für ein reibungsloses Vorgehen beim Einlass.