Ausbildung zum Anfassen

Ausbildungsmesse "Hol dir deinen Superjob"

30.4.2015, Gernsbach – Die fünfte Ausbildungsmesse im Murgtal „Hol Dir Deinen SuperJob“ präsentierte sich als ein lebendiger und kommunikationsfreudiger Treffpunkt: Zu den Veranstaltern zählen die Volksbank Baden-Baden/Rastatt, die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, die IHK Karlsruhe, das Mercedes Benz-Werk Gaggenau, die Firma Glatfelter und der Förderverein der Realschule Gernsbach. Die Stadt Gernsbach stellt die Stadthalle zur Verfügung. Die Schüler der neunten Klasse der Realschule sorgten für das leibliche Wohl der Gäste und organisierten Fragebogenaktionen.

Ziel der sechs Partner ist es, Ausbildungsinformationen mit einem lebendigen Event zu vernetzen und die Attraktivität einer Bildungsmesse unter dem Motto „Ausbildung zum Anfassen“ zu steigern. Und das Ziel wurde erreicht: Jugendliche und Eltern kamen reichlich, die Berufsfelder präsentierten sich ideenreich, modern und attraktiv vom Geschicklichkeitsspiel bis zum Praxistest und die „DSDS“-Finalistin Meltem Acikgöz brachte mit ihrem Show- und Unterhaltungsprogramm ausgelassene Stimmung in die Messe.

Viele jugendliche Besucher gingen gezielt auf Stände zu, andere informierten sich in der Breite. Rund 60 Firmen und Ausbildungseinrichtungen präsentierten 80 Berufsfelder modern und ideenreich. Die Firmen und Ausbildungseinrichtungen traten im jugendlichen Outfit auf. Neben erfahrenen Kräften plauderten junge Azubis aus dem Nähkästchen, versorgten die kommenden Berufsanfänger mit Informationen über das Berufsspektrum oder den schulischen Ausbildungsgang. Und das war ein besonderer Mehrwert für die Schüler: Wir konnten auf Augenhöhe uns ein Bild über Anforderungsprofile, Herausforderungen, Chancen und den Berufsalltag machen, sagten viele Besucher. Eine andere häufig geäußerte Aussage war: Wir wussten ja nicht, wie viele Berufsmöglichkeiten es gibt. Natürlich floss auch manch ein Bewerbungstipp und Berufsinformation aus erfahrenem Munde während der Gespräche mit ein. Die Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen präsentierten sich bunt, mit farbigen Flyern, zeigten Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten auf und ließen die Jugend auch ran an die Bouletten: vom Whoopies backen über Geschicklichkeitsspiele, erste Gabelstapler- oder Baggererfahrungen bis zum Hair-Styling oder dem Wettbewerb im Nageln. Auffällig war auch, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Asylbewerber unter den Besuchern waren und dokumentierten: Wir sind hier angekommen.

Den Jugendlichen gefiel das Format und sie sahen viele Berufsperspektiven vom Audiotechniker über Systemgastronom, Informatiker bis zum Zerspanungsmechaniker oder Altenpfleger. Auch über Aufstiegsmöglichkeiten, z.B. von der Altenpflegerin bis hin zur Heimleitung oder von der Bäckereifachkraft zur Filialleitung erfuhren sie einiges.

Und die Aussteller waren von den vielen intensiven Gesprächen und neuen Kontakten begeistert, auch Gutscheine und Flyer gingen weg wie warme Semmeln. So zeigten sich viele zufriedene Gesichter.

Volker Gerhard