Theater-Projekt der 12. Klasse der Waldorfschule Rastatt

„Einer flog über das Kuckucksnest" in der Reithalle

27.10.2015, Rastatt – Als eine Anspielung auf den ganz normalen Wahnsinn in unserer Zeit konnte man die diesjährige Theateraufführung der Zwölftklässler der Waldorfschule Rastatt sehen. Am 21., 22. und 23. Oktober führten sie in Eigenregie und mit viel Initiative das Stück „Einer flog über das Kuckucksnest" in Anlehnung an die Bühnenadaption von Dale Wassermann auf. Das Publikum in der jeweils ausverkauften Reithalle war begeistert von der Inszenierung und den schauspielerischen Leistungen der Schüler

Als der Kleinkriminelle R.P. McMurphy freiwillig in eine psychiatrische Heilanstalt geht, um dem Arbeitslager zu entgehen, ist alles zunächst ein riesiger Spaß für ihn. Sehr schnell erkennt er aber den bitteren Ernst, der hinter den Methoden der sadistischen Oberschwester Ratched steckt. Dazu gehört, renitente Patienten vollkommen einzuschüchtern und nötigenfalls per Elektroschocktherapie ruhig zu stellen. Der Querdenker und Außenseiter McMurphy versucht, seine Mitinsassen aufzurütteln und zur Revolte gegen das ungerechte Regime der strengen Oberschwester aufzuwiegeln, ruft sie gar zur Flucht auf. Doch McMurphy verliert am Ende den Machtkampf gegen die übermächtige Schwester und wird schließlich als einziger „Normaler“ unter lauter Irren mit einer Lobotomie seines normalen Denkens beraubt. Dem scheinbar „Irrsten“ von allen Patienten, dem Indianer Bromden hingegen gelingt – nachdem er McMurphy seiner Ansicht nach den Gnadentot geschenkt hat – als Einzigem die Flucht.

In einer überzeugenden Inszenierung haben die Schüler der 12. Klasse der Waldorfschule Rastatt in Eigenregie das vor allem durch den Kinoklassiker mit Jack Nicholson bekannte Stück auf die Bühne der Reithalle Rastatt gebracht. Den Schülern war es gelungen, jede einzelne Rolle sorgfältig auszuarbeiten und ideal zu besetzen. So begeisterten dann auch alle Laienschauspieler durch starken Ausdruck und eine überzeugende Darstellung und fanden ihren persönlichen Weg, das Werk zu interpretieren.